5 Tipps für Euer Familien-Fotoshooting

Fotoshootings sind für alle Beteiligten ganz schön aufregend. Heute möchte ich ein paar Tipps mit Euch teilen, die ich meinen Kunden vorab mit auf den Weg gebe. Denn so unterschiedlich die Familien, die ich fotografiere auch sind, folgende Empfehlungen helfen eigentlich immer, möglichst stressfrei das bestmögliche Ergebnis herauszukitzeln:

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1. Überlegt Euch schon vor dem Fotoshooting, was Ihr mit Euren Fotos gerne machen möchtet.

Möchtet Ihr ein Album haben, das Ihr später auch noch Euren Kindern vererben könnt? Möchtet Ihr ein großes Bild fürs Wohnzimmer? Mehrere kleine Bilder für ein Collage im Flur? Ein gerahmtes Erinnerungsfoto für die Oma? Oder digitale Dateien, die Ihr den Verwandten am anderen Ende der Welt mailen könnt?

Je konkreter Ihr mir schon vor dem Shooting sagt, wofür Ihr die Bilder haben möchtet, um so besser kann ich das während des Fotografierens berücksichtigen. Ich führe mit meinen Familien immer ein Vorabgespräch, in dem ich genau solche Fragen kläre. Sind auch Bilder von Details und der Umgebung gewünscht? Ein Foto von den Geschwistern zusammen ist ein Muss? Wäre schön, wenn ein Foto auf dem alle gucken für Oma mit dabei ist? Ein tolles Familienportrait mit viel Weite im Hintergrund für ein großformatiges Acrylbild? usw. usw. So weiß ich genau, wie ich die Schwerpunkte während unserer Fotosession setzen muss.

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2. Plant Zeit für die Vorbereitung ein.

Eine Familie für ein Fotoshooting vorzubereiten kann harte Arbeit sein. Zwei Erwachsene und ein oder mehrere Kinder zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgeschlafen, satt, gutgelaunt und fleckenfrei zu einem verabredeten Ort zu bringen ist eine logistische Herausforderung. Isso – Punkt. Plant daher lieber ein wenig mehr Zeit ein. Dann kann auch Mama sich in Ruhe fertig machen und es ist noch Puffer da für einen ungeplanten Pipi-Stopp oder Outfitwechsel. Alles was Eltern und Kinder entspannter bei Shooting ankommen lässt, ist gut fürs Ergebnis. 😉

Vielleicht auch noch ein paar Sätze zur Kleiderfrage.. Ich möchte für meine Familien authentische und relaxte Fotos aufnehmen. Daher sollten auch die Outfits entspannt und bequem sein. Zieht das an, worin Ihr Euch wohl fühlt. Das gilt vor allem für die Kinder. Sie müssen sich bewegen können, am besten ohne kratzige Strumpfhose und steifen Kragen… Verzichtet aber eher auf großflächige Muster und große Aufdrucke mit Comichelden o.ä.  – beides lenkt einfach zu sehr von Euch als Hauptmotiv ab. Schön sind immer mehrere Lagen im „Zwiebellook“: Das sieht erfahrungsgemäß auf Fotos gut aus und durch z.B. ein einfaches An- oder Ausziehen einer Strickjacke kann ein ganz neuer Look für ein neues Motiv entstehen.

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3. Packt ein Survival Pack. Aber ein leichtes.

Wechselsachen sind für ein Fotoshooting mit kleineren Kindern ein Muss. Undichte Windel, ein Ausrutscher ins Wasser oder in die Matsche – alles schon erlebt… Gut wenn dann neue Klamotten in der Tasche sind. Außerdem haben ein kleiner Snack und etwas zu trinken schon so manches Fotoshooting gerettet. Nichts ist schlimmer, als ein hungriges Kleinkind – an entspanntes Fotografieren ist da nicht mehr zu denken ;-). Feuchtücher sind ja sowieso die Allzweckwaffe schlechthin und sollten auch bei einem Shooting nicht fehlen Auch das Lieblingsschnuffeltier darf und sollte ruhig mit….

Aber bedenkt bitte auch, dass wir uns bei unserem Shooting bewegen und in den allermeisten Fällen nicht nur an einer Stelle bleiben. Travel light heißt es daher. Soviel wie nötig, so wenig wie möglich. Packt so, dass Ihr es noch bequem tragen könnt.

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4. Seid offen für neues!

Eigentlich mit der wichtigste Tipp. Viele von uns kennen aus unserer Kindheit noch diese verkrampften Fotoshootings vor einem weißen Papierhintergrund in einem Studio mit merkwürdigen Requisiten und einem Fotografen, der ewig an einem rumschob und -drehte, bis alle Familienmitglieder vermeintlich gut positioniert waren. Dann die Aufforderung „genauSOOO zu bleiben und jetzt bitte cheessssse sagen“…
Uff, zum Glück ist das heute nicht mehr so. Macht Euch (und das gilt aus Erfahrung vor allem für Euch Väter 😉 ) frei von dieser Vorstellung! Familienportraits können anders sein. Voller Bewegung, Persönlichkeit und Spaß! Seid offen für neue Ideen, wundert Euch nicht, wenn ich vielleicht Dinge vorschlage, die Ihr Euch überhaupt nicht auf Fotos vorstellen könnt. Vertraut mir. Man muss nicht stillstehen, es müssen nicht immer alle in die Kamera gucken und es muss KEINER cheese sagen (und Ameisensch*e bitte auch nicht) um schöne Fotos zu erhalten. Im Gegenteil.

5. Habt Spaß!

Last but not least: lacht, kuschelt, kitzelt, hüpft und rennt. Habt während der Fotosession Spaß als Familie und freut Euch auf die tollen Erinnerungen, die dabei herauskommen werden. Für Euch, für Eure Kinder. Bleibt positiv, auch wenn Ungeplantes passiert. Fließen Kindertränen? Die trocknen wir und lenken schnell gemeinsam ab. Und den epischen Wutanfall – den dokumentieren wir einfach und haben unbezahlbare Fotos des kleinen Wutzwergs, über die Ihr später gemeinsam lachen könnt. Das Wetter ist nicht so wie geplant? Das macht nichts, bei bedecktem Himmel haben wir viel mehr Möglichkeiten, müssen auf keine Schatten achten und keiner muss blinzeln. Ein Regenschauer – den sitzen wir aus oder machen wunderbare Fotos unterm Regenschirm. Will sagen: don’t worry, be happy. Alles wird gut. Es werden tolle Fotos dabei rauskommen. Habt Spaß! Ehrlich.

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